blogparade #remotework

Marcus Raitner ruft zur #blogparade unter dem Thema #remoteworks.

Diesem Aufruf folge ich gern, erstens weil ich Marcus seinen Blog sehr schätze, zweitens weil das Thema remote work ein Herzensthema von mir ist und drittens weil ich heute hier Neuland betrete. Dies ist meine erste Teilnahme an einer blogparade. 

Der Lockdown brachte die Planungen für die mit Steffen gegründete Meetup-Serie zu Fall. Alle, mit viel Kommunikation und networking, gesuchten Sponsoren für die Räume kündigen verständlicher Weise die Termine auf. Auch die gerade in Aufbau befindliche Zusammenarbeit mit Anke kam so zum Erliegen. Wir hatten uns alle immer persönlich getroffen. Diese liebgewonnenen Treffen in der Mittagspause zum Abstimmen und Brainstormen waren hinfällig, dass Lieblingsrestaurant wurde geschlossen.

Nachdem die Turbulenzen mit dem Umzug ins HomeOffice und die Startschwierigkeiten mit eSchule gemeistert waren, nahmen wir wieder Kontakt auf. Anrufe und Zoom Calls sorgen für eine enge Kommunikation. Die Zusammenarbeit geht nach kurzer Pause weiter. Die Files liegen in einer Cloud und ein Confluence Space hilft gemeinsam an der Dokumentation zu arbeiten. So geht nichts verloren und jeder hat Zugriff. Dadurch arbeiten wir noch transparenter zusammen, denn ganz ehrlich habe ich früher viel in ein kleines Notizbuch geschrieben und nicht digitalisiert. Neue Tools werden in der Zusammenarbeit ausprobiert. Mentimeter, miro, Brain Slice …. So lerne ich mit meinen Partner dazu. Wir treiben unsere eigene Digitalisierung durch Einfach-mal-machen voran. 

Was vermisse ich? Natürlich die persönlichen Treffen! Die Energie die mitschwingt wenn man sich trifft, ist durch einen Videocall nicht zu ersetzen. Das Erleben von Essen und Brainstorming ist vor der Kamera nicht hinzubekommen. Da fehlt mir definitiv eine ganze Menge.  Vielleicht hilft uns aber gerade in der heutigen Situation, dass wir das vorher so gehandhabt haben und es ein Fundament von Vertrauen und Wertschätzung gibt?

Wir haben jetzt wieder Boden unter den Füßen und Rückenwind. Die Idee mit Lego Serious Play online zu gehen und einen Workshop anzubieten ist umgesetzt. Das Feedback war überwältigend und der zweite Workshop ist in Vorbereitung. Das erste virtuelle Working-Out-Loud Meetup steht in den Startlöchern. Somit geht es weiter, nur eben anders. Diese Aufbruchsstimmung möchte ich beibehalten. Noch mehr Dinge wagen. Einfach ausprobieren, nach Feedback fragen und lernen. Die Zeit intensiv nutzen für neue Anregungen, für gemeinsame Zeit in der Familie und für den täglichen Spaziergang zur Mittagszeit – mein persönlicher Walk the Talk. Es tut gut die Gedanken im Laufen zu verarbeiten und Klarheit zu gewinnen.

Was ich mir erhoffe, ist, dass es kein Zurück gibt. Ich habe das Gefühl, dass immer noch ganz viele auf ein baldiges Ende und eine Rückkehr in das Leben vor Corona hoffen. Dann werden ganz schnell wieder die alten Muster reaktiviert. Und es heißt wieder: Anwesenheit zählt, Papier ist wichtig und Das-geht-so-nicht. Wir müssen die Erkenntnis mitnehmen, dass wir auch zeitlich versetzt zusammenarbeiten können. Das Erleben, dass Digitalisierung nichts sein muss was Angst macht, sondern Chancen schafft, muss uns Quell von neuen Ideen und Umsetzungsenergie sein. Das Zusammenrücken und Erfahren, dass wir in der Gemeinschaft mehr schaffen als ein Einzelner, sollte uns den Weg in ein zukünftiges Miteinander aufzeigen. In diesem Sinne werde ich diese Zeit weiterhin als Chance begreifen und nutzen. Für meine persönliche Entwicklung, die Vertiefung von bestehende Beziehungen und dem Ausprobieren von Neuem.


Photo by Glenn Carstens-Peters on Unsplash

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